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Революция 1848/1849 гг на территории Германии. Первые ласточки.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts steigt Baden von der Markgrafschaft zum Großherzogtum auf und führt 1818 Verfassung und Parlament ein.



Diese scheinbar starren Strukturen geraten durch Vereine und Lesegesellschaften, in denen sich eine politische Diskussionskultur entwickelt, in Bewegung. In der Ausstellung begegnen bedeutende Vertreter liberaler Gesinnung an den Universitäten und die Deutschkatholiken, die liberale Ideen auch im religiösen Umfeld verbreiten.
All diese Ansätze von Opposition manifestierten sich ausdrucksvoll in der Offenburger Versammlung im Gasthaus Salmen am 12. September 1847. Hier wurden die demokratischen Forderungen zusammengestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Eine Inszenierung dieser Versammlung steht deshalb im Mittelpunkt der Abteilung.

Die Spaltung der liberalen Opposition allerdings setzt sich auch hier fort. Es waren die Radikalen, die in Offenburg zusammenkamen.

Die unmittelbare und unverhüllte Forderung nach der Republik als der einzig wahren Staatsform ("Fort mit den Fürsten und ihrem Anhang; wir wollen uns selbst regieren, einig, frei und wohlfeil.") wurde allerdings erst auf der Offenburger Volksversammlung am 19. März des folgenden Jahres erhoben.

Mit dem Ausbruch der Februarrevolution 1848 in Frankreich, in deren Folge dort die Republik ausgerufen wird, überschlagen sich die Ereignisse. Daraufhin gewinnen nicht nur in Baden, sondern in ganz Europa freiheitliche und nationale Bewegungen Oberwasser.

Erstürmung der Tuilerien in Paris, am 24. Februar 1848, Mittags XI Uhr - первые революционные волнения во Франции

Kolorierte Kreide- und Federlithographie, Karlsruhe, Badisches Landesmuseum
Aus der Ausstellung "Revolution der deutschen Demokraten in Baden", Karlsruhe, Kat.-Nr. 227


Die Spannungen zwischen der Vorherrschaft der konservativen und restaurativen Kräfte in Europa und den ungelösten politischen Problemen, vor allem in der Frage der liberalen Verfassungen und des Ausgleichs zwischen den sozialen Schichten, entluden sich zunächst in Paris, wo am 22. Februar die Polizei in eine Massendemonstration der Opposition schoß und 50 Demonstranten getötet wurden.

Die Demonstranten, Bürger, Studenten, Arbeiter und übergelaufene Soldaten errichteten daraufhin Barrikaden, König Louis Philippe erklärte seinen Rücktritt, floh nach England und machte einer bürgerlich-republikanischen Regierung Platz.
Der Funke sprang schneller als je zuvor auf die Nachbarländer über. Besonders im deutschen Südwesten, wo die Presse größere Freiheiten hatte und die politische Diskussion auch in den Landtagen stattfinden konnte, kam es sehr schnell zu ersten Reaktionen.

Der deutsche Michel, die Symbolfigur für den friedliebenden und bequemen Bürger, erhebt sich von seinem Bett. Statt der Nachtmütze, die vor ihm auf dem Boden liegt, hat er eine Pickelhaube aufgesetzt, die Keule steht griffbereit.

Der Hahn auf dem Kopfkissen kündigt in politischem Sinn den neuen Morgen und eine neue Zeit an. Die Repräsentanten des alten Systems, Pastor, Minister, Polizist, zeigen deutlich ihr Entsetzen.

Das Bild wird "um 1847" datiert. Der krähende Hahn auf dem Kopfkissen könnte allerdings auch der gallische Hahn sein, der die Kunde von der Revolution in Paris verkündet. Dann wäre das Bild auf das Frühjahr 1848 zu datieren.



Eine weitere Symbolfigur ist "Germania", die wehrhafte Personifikation Deutschlands.
"Die erwachende Germania" - Пробудившаяся Германия

Das dritte der Bilder, die die nationale Erhebung kennzeichnen, ist die Germania von Philipp Veit


Christian Köhler, 1849

Germania, die Personifikation Deutschlands, erwacht und greift nach der vor ihr liegenden Kaiserkrone und dem Reichsschwert. Zwei Genien bringen ihr das Recht (Schwert und Waage als Attribute der Justitia) und die schwarz-rot-goldene Fahne als Zeichen der nationalen Einheit. Links in Hintergrund versinkt mit den Dämonen der Knechtschaft und der Zwietracht die alte Zeit in Finsternis.



Nationale Aufbruchstimmung in Deutschland 1848




Карикатура на Вильгельма Первого, короля Пруссии (слева с собакой) и короля Людвига Первого и французского короля Луи Филиппа, собравшихся перед отелем с названием "Европа" за чашкой чая.

Vor dem Europa-Hotel hat sich rechts auf Kisten und Kasten eine Gesellschaft prominenter Flüchtlinge beim Tee versammelt. Unter ihnen erkennt man, auf seinen berühmten Parapluie gestützt und auf einer »100000 Millionenn Cassa« sitzend, den »durchgebrannten« französischen Bürgerkönig Louis Philippe.

Von links erscheint mit »Bluthund« und Peitsche der »Kartätschenprinz« Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I. Auf dem »Weg des Schicksals« begegnet er der aus München geflohenen Lola Montez, die auf König Ludwig I. von Bayern wartet. In einem Karren, in dem er sich unter Wäschestücken versteckt hat, passiert der gestürzte österreichische Staatskanzler Fürst Metternich (»Mitternacht«), aus Wien kommend, den Schauplatz. In der Eile seiner Flucht ist ihm sein »europäisch diplomatisches Prinzip« abhanden gekommen und liegt als wertloser Fetzen Papier, von einem Pudel besudelt, im Straßenstaub. Als Kommentar der beiden von den Münchner »Fliegenden Blättern« auf Deutschlandreise geschickten Beobachter Baron Beisele und Dr. Eisele, die sich rechts oben aus einem Hotelfenster hinauslehnen, erscheinen vier Zeilen Text in lateinischer Schreibschrift: »Lieber Doctor, was thun denn die vielen Leute hier? Lieber Herr Baron, das giebt einen europäisch diplomatischen Thee, als Fortsetzung der Wiener und Carlsbader geheimen Beschlüsse! -«

Das Blatt thematisiert den Sturz verhaßter Symbolgestalten der alten Ordnung durch die Märzrevolution, namentlich die Demission des österreichischen Staatskanzlers Fürst Metternich vom 13. März 1848, seine Flucht aus Wien und das Ende des nach ihm benannten politischen Systems.

Text aus: Katalog "Mit Zorn und Eifer" Nr. 21

Karikatur auf die Situation Europas im März 1848: "Bon Jour Fürst Mitternacht seid ihr a hie ?"

Волнения в Вене



Берлин 1848



Friedrich Wilhelm IV. und die Revolution

"Wie ein Raubitter seine letzten Kräfte zusammennimmt, um die deutsche Kaiserkrone zu erringen..."



Протест против историков с их версией истории - "Alte Professoren der alten Geschichten wollen dem jungen democratischen Deutschland ihre verschimmelte Idee eines erblichen deutschen Kaisers aufdringen"
Kreidelithographie, Mannheim, Reiss-Museum. Aus der Ausstellung "Mit Zorn und Eifer", Kat.- Nr. 121



Als am 3. April 1849 die Delegation der Nationalversammlung Friedrich Wilhelm von Preußen die Kaiserkrone anbot, lehnte sie dieser als "imaginären Reif, aus Dreck und Letten gebacken, mit dem Ludergeruch der Revolution behaftet", ab und machte gleichzeitig deutlich, daß das Werk der Deutschen Einigung nur von der Seite der Fürsten zu kommen habe. Seine Haltung stärkte den Widerstand der anderen Regierungen, die die Reichsverfassung ablehnten und ihre Abgeordneten aus Frankfurt zurückriefen.



"Soll ich oder soll ich nicht?" Karikatur auf die Ablehnung der Kaiserkrone durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Kolorierte Druckgraphik, 23x32 cm. Mannheim, Landesmuseum für Technik und Arbeit. Aus der Ausstellung "Revolution der deutschen Demokraten in Baden", Karlsruhe. Kat.- Nr. 368.

Besonders in der Pfalz und in Baden griff der neue Aufstand um sich. Am 12. und 13. Mai 1849 forderte die Landesversammlung in Offenburg die unverzügliche Durchführung der Reichsverfassung. Der Großherzog verließ Karlsruhe, und der Landesausschuss übernahm von der Hauptstadt aus die Führung der Revolution. Die badischen Truppen gingen zu den Aufständischen über.

Самые сильные волнения и требования были в наших краях.

Wie in Frankfurt beherrschte aber die Uneinigkeit der politischen Führer das Bild: Die Radikalen (G. Struve) strebten die Republik und die Vereinigung der Radikalen in ganz Deutschland, die Gemäßigten (L. Brentano) eine demokratisch-konstitutionelle Monarchie an. Der bewaffnete Aufstand sollte auf Baden beschränkt bleiben, um nicht eine Intervention der anderen deutschen Staaten zu provozieren. Die Eröffnung des neuen Parlaments Anfang Juni in Karlsruhe stand indessen schon unter dem Zeichen der drohenden militärischen Auseinandersetzung.

Das Bild ist fast vollständig mit königlich württembergischen Militär ausgefüllt, das ruhig und Ordnung bewahrend den Kampf führt, während die Revolutionäre an den rechten Bildrand zurückgedrängt sind.



Karikatur auf das Karlsruher Denkmal für den Sieger von 1849, den Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV.



In Karlsruhe ließ König Friedrich Wilhelm IV. ein Denkmal für den preußischen Sieg über die Revolutionäre errichten. Es wurde am dritten Jahrestag der Kapitulation der Festung Rastatt am 23. Juli 1852 in Anwesenheit des preußischen Prinzen Wilhelm auf der Karlsruher Friedhof eingeweiht



Anti-Revolution Denkmal

Архангел Михаил

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